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Pleißa - an der Schwelle des Erzgebirges        

 

Impressionen von hier

 

 Im Juni 2014 gab es in der Nähe ein kleines Spektakel. Bei Callenberg hatte ein Landwirt mehrere Hektar mit Blaumohn bestellt. Der Anblick des lilablühenden Feldes hatte nicht nur viele Hobbyfotografen angelockt, sondern auch professionelle Fotoshootings fanden statt.

Als kleine Diashow sind hier ein paar Impressionen dieser Blumenschau bei Sonnenuntergang zu sehen (natürlich am besten im Vollbildmodus - klicke auf das Bild, um deinen Player zu starten!)

 

 

Pleißa, Ortsteil von Limbach Oberfrohna

Bei uns in Pleißa, Am Schützteich, im Juli 2004

Klicke auf das Bild zum Vergrößern!

 

Pleißa, eine ländliche Gemeinde im Nordwesten von Chemnitz, ist jetzt ein Ortsteil von Limbach-Oberfrohna. Leider tut die Stadtverwaltung alles, um Pleißa auszulöschen. Straßen werden umbenannt, aus der Postanschrift wird der Name Pleißa getilgt. Dabei zeigen andere Beispiele, dass dies nicht sein muss.   

 

Wenn Du mehr über Pleißa erfahren willst, dann klicke hier:
http://www.pleissa.de
http://www.pleissa-sachsen.de

 

 

 

 

 

 

Unsere kleine Siedlung an einem Abend im August

 

 

 

 

 

Im kleinen Naturschtzgebiet der Limbacher Teiche ist es sehr idyllisch, obwohl die landwirtschaftliche Nutzung von Jahr zu Jahr etwas wegzunehmen scheint. Die Brutpaare der Schwäne und der Blesshühner gehen zurück, die Teiche liegen länger trocken. Das einstmalige Feuchtbiotop verschwindet zusehends.  

Zwar gibt es noch Rehe, aber die Dachse, die Feldhasen und die Hermeline haben wegen der Umwandlung von Grünflächen in Ackerland das Gebiet verlassen.  

Der Groß-Agrar-Betrieb Wirtschaftshof Sachsenland GmbH ist leider kein Bio-Betrieb. Statt Pflügen Herbizide im großen Stil, Kunstdünger statt Zwischenfrucht. Die Rinder stehen im Stall statt auf der Weide. 

     

     

 

 

Sonnenuntergang über den Feldern

 

 

 

 

 

 Kurze Geschichte von Pleißa und dem Tümmel 

 Pleißa entstand bereits im Zuge der Besiedlung des Erzgebirgsvorlandes von Chemnitz aus im 12. Jahrhundert.  Bereits 1143 wird die Waldenburger Heerstraße erwähnt, Teil einer Verbindung bis nach Böhmen. Entlang dieser Verbindung von Chemnitz nach Altenburg zogen Siedler über Rabenstein, Pleißa (erste urkundlich Erwähnung aber erst 1375 als Teil der Herrschaft Rabenstein), Meinsdorf, Falken bis ins Muldental. Der Name wird vermutlich - ähnlich wie bei Chemnitz - vom slawischen Name des Pleißenbaches hergeleitet. Seit der Reformation war Pleißa als kurfürstliches Amtsdorf sozusagen selbständig. Entlang des Pleißenbaches wurden 7 Mühlen errichtet, von denen heute keine mehr erhalten ist. Seit dem 17. jahrhundert wurde das Handwerk des Leinewebers, später auch Tuchhändlers ausgeübt, und rasch breitete sich die Strumpfwirkerei aus. Die Einwohnerzahl stieg schnell an, von 1138 im Jahr 1834 auf 3973 unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg. 1999 endete die Selbständigkeit mit der Eingemeindung nach Limbach-Oberfrohna, die Einwohnerzahl liegt heute bei etwa 2300.

 

1804 ist das Gebiet am Tümmel nicht besiedelt, dafür gibt es eine lange Reihe von Teichen, von denen heute nur noch der Schützteich übrig ist. Die Straße von Pleißa nach Meinsdorf ist als Rest der Waldenburger Heerstraße heute noch als Feldweg oberhalb unserer Siedlung erhalten. Nördlich gab es zahlreiche Teiche und Tümpel, von denen heute noch einige im LSG Limbacher Teiche bestehen. Rußdorf gehörte seit der Leipziger Teilung Sachsens zum thüringischen Herzogtum Altenburg, so dass die Waldgrenze auch Staatsgrenze war.     

  

1874 ist bereits eine Besiedlung entlang des Pleißenbachs bis zur Tannmühle und weiter hinauf zum Kapellenberg zu sehen. Gegnüber der heutigen Buswendeschleife wurde ein Steinbruch betrieben. Mehrere Teiche und Mühlen, darunter die Tannmühle, wurden bewirtschaftet. 

 

 

Bis 1943 hatte sich nicht viel verändert. Die Tannmühle war in ein Wirtshaus umgewandelt, und der meiste Wald gerodet.  Wo sich heute unsere Straße Am Schützteich befindet, existierte bereits ein Feldweg. Die meisten Teiche - bis auf den Schützteich und den kleinen Weiher gegenüber - sind verschwunden. Die Flurgrenze zu Meinsdorf war so gezogen, dass die Tannmühle auf Meinsdorfer Grund lag.

Schaut man heute in google maps, stellt man einfach die dichtere Bebauung und das Verschwinden der meisten Feldwege fest.

 

Klicke auf eine der Karten, um mehr zu sehen! 

Quelle der Karten: Deutsche Fotothek 

Eine detaillierte Abhandlung gibt es in "Werte der Deutschen Heimat, Bd. 5, Das Limbacher Land, 1962", leider nur antiquarisch erhältlich. 

  

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